Digitale Fotografie
Es ist kaum zu glauben, es ist inzwischen schon über 10 Jahre her, dass Kodak seine erste Digitale Spiegelreflex Kamera vorstellte. Genau am 1. März 1995. Der Preis entsprach einem Kleinwagen, die technischen Daten werden heute von jeder billigen Compact Kamera in den Schatten gestellt.
Visuelle Überflutung
Inzwischen gibt es kaum ein Handy mehr, das nicht mit einer, wenn auch qualitativ armseligen Kamera ausgestattet ist. Digitale Fotoaparate gibt es mittlerweile auch schon deutlich unter 100€. Der Speicherplatz spielt als Kostenfaktor auch keine Rolle mehr.
Dies Alles führt dazu, dass man sich kaum noch Gedanken darüber macht, was man eigentlich fotografiert. Die Kamera ist blitzschnell bereit, der hemmungslose Druck auf den Auslöser prodziert ein Bild nach dem anderen. 95% dieser Aufnahmen, die eigentlich im Papierkorb verschwinden sollten, werden fein säuberlich auf der Festplatte archiviert.
Internetanbieter wie Google oder Flicker animieren dazu, diese Bilder auch noch online zu stellen.
Es ist wie bei der guten alten Vinyl-Schallplatte. Eine dieser schwarzen Scheiben zu pressen, war aufwendig und teuer. Nur die besten Aufnahmen schafftes es, auch gepresst zu werden.
Genauso verhält es sich bei der Fotografie: jeder hat sich erst überlegt, was er fotgrafiert, um das teuere Filmmaterial und die Entwicklung der Bilder nicht zu verschewenden.

